Archiv: November 2013
schauts gerade nach Weltuntergang aus und auf dem Fichtelberg gibts das erste weiße Katastrophenpulver.
Im Urlaub war ja Zeit und Gelegenheit, sich in Ruhe nach Projektfotos umzusehen und so sind auch eine Reihe CU-Bilder auf der Karte gelandet. Ich bretter die jetzt einfach alle hier rein ud nicht wie gewohnt nur eins.
Gleich zu Beginn sind uns die Segways ins Auge gefallen, die genau vor unserem Hotel stationiert waren und mit denen man Touren buchen konnte. Wir haben es uns zwar immer vorgenommen, aber nie geschafft. Ich hatte nicht so die richtige Traute. ber verlockend wars schon.

Dieses Bild entstand bei einem Spaziergang zur Bootsanlegestelle.

Und dieses unverkennbar beim Faulenzen. Nachsaison ist auch deshalb schön, weil es keine Schlacht um die Liegen gibt, wir konneten, je nach Sonnenstand, die Position mehrmals wechseln.

Am letzten Tag waren wir noch im Hafen von Porto Christo und dort gab es natürlich jede Menge zum Schauen.


Wenn man daheim hockt und nix machen kann, kommen einem ja manchmal die seltsamsten Gedanken und manchmal komme ich ins Grübeln wie es Oma immer gemacht hat.
Momentan grübel ich über Rente nach. Blöde, denn eigentlich fühle ich mich noch nicht so.
Mit den 3 Jahren Abzug könnte ich am 1. Mai den Hut nehmen und gehen. Das macht ein ordentlicher Lehrer natürlich nicht , sondern bringt das laufende Schuljahr ordnungsgemäß zu Ende. Bis jetzt hatte ich auch nicht die Absicht schon zu gehen. Das hat zweierlei Gründe:
1. Ich bin ein Herdentier und brauche immer bissl Gewusel um mich herum, will überall dabei sein. Da ich auswärts arbeite, wohnen meine Kollegen logischerweise weiter weg. Im Umfeld hier gibt es kaum Leute, mit denen ich näheren Kontakt habe. Mir würde quasi, trotz vieler Hobbies, die Decke auf den Kopf fallen und ich würde mehr oder weniger im eigenen Saft schmoren.
2. Aufgrunde der Schwerbehinderung von 100% arbeite ich wesentlich weniger Stunden für volles Geld und das kann ich aufgrund verschiedener finazeller Verpflichtungen auch nicht außer acht lassen. Ich würde viel verschenken, zumal ich bis vor 2 Jahren nur Teilzeit gearbeitet habe, wie das für Sachsenlehrer so üblich war.
Variante 1 wäre also: noch 1 Jahr oder 2 oder 3, je nach Laune und Gesundheit, bis zur vollen Rente bleiben, wie ich es eigentlich gerne möchte. Ja, ich arbeite gern, nicht jeden Tag. Manchmal kotzt mich auch einiges an, aber das ist wohl überall so.
So wie ich mich jetzt fühle mit dem Arm wie Popeye nach dem letzten Spinatessen, nur etwas schmerzhafter, tendiere ich fast schon zu Variante 2: gehen.
Fast jeder sagt, keinen Tag länger als nötig. Aber es ist für mich ein zweischneidigs Schwert. Ich habe dann Haus, Garten und Vergnügungen, aber ich hocke dann hier und kann darf Vieles nicht machen, sehe nur, was gemacht werden müsste und das macht mich wahnsinnig. Es heißt nur “Arm schonen”, nix tun, dumm dasitzen. Sogar das Computern habe ich auf ein Minimum heruntergefahren wegen der Maushand.
Ich konnte mit dem Krebs umgehen (den schaffe ich und habe es auch), mit der Chemo und den Bestrahlungen (die gehn vorbei), aber mit dem Arm kann ich nicht umgehen, denn das bleibt ein Leben lang und wird höchstens noch schlechter. Da habe ich die Schnauze voll, gestrichen.
Ich werde mir diese Woche einen Termin bei der Rentenstelle holen, mir alles ausklamüsern lassen und dann entscheiden.
Ich weiß nicht was ich will und raten kann mir da ein Außenstehender auch nicht.
Mannomann, nun habe ich wieder auf höchsten Niveau lamentiert, was ich gar nicht wollte und eigentlich auch nicht meine Art ist, aber manchmal ist mir danach.
Und was mich dann noch wütend macht ist, wenn manche Leute ständig am Lamentieren sind, Ärztehopping betreiben, von einem Facharzt zum anderen rennen, weil gerade mal ein Furz quer sitzt, und die sonst alles haben, am meisten Freizeit, Geld und Spaß.
Sorry, das musste heute einfach mal sein.
Übrigens sagt mir der Verstand und mein derzeitiger Zustand: Variante 2, habe ich aber null Bock drauf.
Das einzig Gute an der Sache ist: Wenn ich die Faxen dicke habe, kann ich jeder Zeit gehen und mit dem Gefühl ist alles viel entspannter.
Und dann sage ich mir: Es gibt immer Leute, denen geht es viel, viel schlechter, können sich nicht mehr betun, also sei zufrieden!
Sicher habe ich wieder hundert Tippfehler drinnen, aber das ist gerade sowas von egal.
Der November ist ja meist b&w oder grau in grau. Ich habe mich trotzdem nicht für ein typisches Novemberfoto entschieden, sondern für eine Wendeltreppe.

Der Doc meinte heute, mein Arm sähe katastrphal aus, das Oedem ist auch in die Hand gezogen. Nun gab’s für diese Woche erst mal den gelben Schein und ab sofort täglich (außer WoE) Lymphdrainage. Zum Armstrumpf ist nun noch ein Handschuh gekommen. Totchick und passend zu meinem Sofa. Z.Z besitze ich nur einen und der ist meist schmutzig. Ein Rezept für 2 neue und einen Armstrumpf habe ich wegen Größenveränderung. Mal schauen, was die Kasse meint, gibt ja nur 2 im Jahr. Mehr kann man halt dagegen nicht machen, höchstens Schläuche legen. Aber danach wird es dann meist schlimmer. Also Finger weg davon.
Ich habe ja eh schon den Vertippteufel gepachtet und nun ist es noch schlimmer, die richtigen Tasten zu treffen. Ich berichtige zwar immer viel, aber es schleicht sich doch immer mal ein Fehler (oder 2 oder 3) ein. Es ist alles nervig, aber ich kann damit leben. Aber die Faxen habe ich schon manchmal dicke.

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