Kategorie: Befindlichkeiten
Haarlänge: 2-3 mm, Farbe: hellschwarz (Zitat Bärbel), klingt doch besser als grau *lach*. Bald fallen die Mützchen weg.
stand heute an, doch bevor es nso weit war, gabs noch einen schönen Termin: lecker Mittagessen gehen mit den Arbeitskollegen.
Diese sind gewandert zum “Forsthaus Zur Prinzemhöhle”, die sich hoch oben über dem Muldental bei Hartenstein am Ort des sächsischen Prinzenraubes befindet.

Da es bei mir mit dem Wandern noch nicht so klappt, besonders steil bergauf, bin ich mit dem Aotochen da hoch gefahren in der Hoffning, keinen Gegenverkehr zu haben. Hat zum Glück geklappt.

Lecker Spanferkelbraten hab ich gefuttert. Bei schönem Wetter konnten wir draußen sitzen und hatten einen guten Ausblick auf die Wälder. Bis ins Muldental konnte man allerdings wegen des dichten Waldes nicht schauen. Dafür sieht man den ehemaligen SDAG Wismut-Schacht 371, in den mein Schwiegervater zu DDR-Zeiten noch eingefahren ist.

Danach musste ich mich sputen, um rechtzeitig bei meinem Weißkittel zu sein und mir eine Dröhnung Herceptin verabreichen zu lassen.
Danach gings mit dem Bärbeli schmell noch in den Supermarkt zwecks Nahrungssuche.
Und so habe ich heute abend einen Auflauf nach Elkes Rezept gemacht in leicht abgewandelter Form. Ich habe noch eine Zucchini, etwas Lauch und ein paar Pilze und rangeschnippelt und statt Crème fin mit Zitronenthymian Sahne mit Tomatenmark verwendet…

… zum Schluss eine Teil mit äse überbacken, weil Robby das nicht so mag …

… und saulecker wars. Wir mussten schauen, dass für das “Kind” wirklich noch genug übrig geblieben ist, wenn er gegen 23 vom Probearbeiten heim kommt.
aus dem KH. Erst mal danke an alle die, die so nett an mich denken und das per Kommentar, Mail, Karte oder Telefonat kund getan haben.
Der Ablauf hat sich etwas verändert. Aus 2 Wochen werden 4, weil aus einer OP 2 werden. Die erste ist gut überstanden ud die 2. und größere und aufwendigere steht nächste Woche an. Es geht mir soweit ganz gut, ich darf nur nicht dran denken.
im Groben:
am 14.6. geh ich ins KH, am 15. ist die OP.
Danach kommt mit großer Wahrscheinlichkeit noch Bestrahlung, ein Jahr lang bekomme ich in 3-wöchigem Abstand eine Antikörpertherapie als Infussion, die es bei meiner letzten Erkrankung vor 12 Jahren leider noch nicht gab, und ‘ne Hormonbehandlung.
Ist also noch ein langer Weg, aber ich bin jetzt erstmal froh, dass ich wohl anstrengendste Phase, die Chemo, hinter mir habe. Da werde ich sicher noch 14 Tage dran zu knabbern haben, aber was sind schon 14 Tage?
Übelkeit und Erbrechen ist ja unter den meisten als typisches Symptom bekannt, aber das Spektrum der Nebenwirkungen ist ja bei weitem größer und machen bei mir eigentlich den geringeren Teil aus. Ich habe stark mit wundem Zahnfleisch, angegriffenen Mundschleimhäuten, Müdigkeit und totaler Kraftlosigkeit zu tun. Letztere macht mich besonders wuschig, weil ich ja bekanntlich Hummeln im Hintern habe. Die Appetitlosigkeit kommt hauptsächlich von einem permanenten Salzgeschmack. Alles, was ich esse und trinke schmeckt danach. Da können die feinsten Sachen im Kühlschrank liegen, mag ich nicht und auch mein geliebter Rotwein schmeckt nicht. Bin schon total entwöhnt, dabei meinte der Doc, dass ich ruhig jeden Tag mein Gläschen trinken soll, täte dem Blut gut. mag ich aber auch grade nicht. Das einzige, was danach schmeckt was es ist, ist Milch. Sollte mir vielleicht anstelle eines Meerschweinchens eine Kuh halten.
Aber wie schon gesagt: Was sind schon 14 Tage? Die sitz ich jetzt auf einer A***backe ab, jawoll!!!
fallen hier gerade und Jubelschreie gibts auch wegen:
Anruf beim Doc: Knochenbefund ist da, alles bestens.
Ich kann euch grade nicht sagen wie sehr ich mich freue.
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