Kategorie: 365/2011
Nun muss ich die leidige Sache mal aufklären, damit ihr euch nicht weiterhin Sorgen um mich machen müsst. Nein, mir gehts gesundheitlich gut, der Familie auch, also nix Derartiges passiert.
Aber: Dieses Türchen war der Stein des Anstoßes. So fand ich es am Sonntagmorgen 6 Uhr vor. Bauer leer, Zimmer auch. Weit und breit kein Vogel zu sehen.

Und nein, ich habe es nicht offen gelassen, weil ich es nie benutzt habe. Ich stand vor einem Rätsel und habe erst mal einen Schreikrampf bekommen. Dann habe ich das Teil untersucht und festgestellt, dass es zwar von außen realtiv straff sitzt, aber von innen mit einem kleinen Druck unter dem richtigen Winkel ganz leicht aufspringt. Das haben die Beiden wohl auch herausgefunden und sind durchs gekippte Fenster auf und davon. Nur: welcher mensch macht so ein Türchen von innen auf, um das zu bemerken? Hätte ichs gewusst, hätte ichs zugebunden. Hätte, hätte, hätte …
Ich war dann natürlich die nächsten Tage nicht mehr zu gebrauchen, bin von einem Fenster zum anderen mit dem Fernglas, habe das Fenster weit auf gehabt, mich in den Garten gehockt, überall das Lieblingsfutter verteilt, unser großes Vogelhaus aufgemacht, in der Hoffnung, dass sie nach ihren Artgenossen suchen. Ich wusste selber, dass das alles Quatsch ist, aber man nimmt ja jeden Strohhalm.
Und dann die Frage: wie und wann sagst du das den Kindern und was werden sie dazu sagen. Rufe ich an und verderbe ihenen damit vielleicht den wohlverdienten Urlaub oder warte ich bis sie wieder da sind und dann unvorbereitet vor dem leeren Vogelbauer stehen? Alles nicht so einfach.
Montag abend hab ich’s dann schließlich nicht mehr ausgehalten, konnte nicht essen, nicht schlafen, mich auf nix konzentrieren, also angerufen.
Ein Riesenstein plumpste mir vom Herzen, dass sie es verstanden haben und meinten, es hätte ihnen auch passieren können, weil sie ja auch schon auf dem Balkon standen. Der Lieblingsschwieso meinte, dass er jetzt im Urlaub mit Mittelohrentzündung kämpft und nicht mehr tauchen kann, ist viel, viel schlimmer. Trotzdem lässt mich das noch nicht so richtig los und immer wenn ich am Vogelbauer vorbeikomme, schaue ich instinktiv rein. Ich werde ihn wohl dann mal weit weg räumen.
Nach ausgiebigem Baden und erfolgreichem Kniffeln hat der Enkel meiner Freundin noch den Grill angeheizt und Forellen gebruzelt. Lecker war’s und nun bin ich babbesatt. So konnten wir den sonnigen Tag nochmal richtig nutzen, bevor morgen wettermäßig Schluss mit lustig ist.

Es geht mir wieder besser, seitdem die “Sache” raus ist, die mich so sehr beschäftigt hat. Ich werde später mal berichten. Jetzt werde ich noch das gestrige Foto nachliefern und dann die Badetasche packen. Es soll vorerst der letzte schöne Tag sein, Bärbel hat frei und wir werden dann zu meiner Freundin fahren und hierher baden gehen und danach im Garten wieder kniffeln bis zum Abwinken. War schon im Trainingslager. Muss mal aus meinem Trott raus hier.
Hier war wohl kein echter Waldarbeiter am Werk, denn es ist definitiv Kiefer. Oder er wollte diesen Stamm seiner “Kirsche” schenken für lauschige Abende am Kamin.

Jetzt gibt’s Rollos exakt in der Farbe der Wandstreifen. Lange genug habe ich gesucht danach.
Wirkt jetzt natürlich bissl heller, weil die Sonne reinkracht.

Ansonsten nix los gewesen heute; Waschtag und Rasenmähtag. Schnell das gute Wetter nch ausgenutzt, bevor die Sommerpause wieder kommt.
Eine schöne Postkarte von da oben hat mir der Postmann heute in den Kasten geworfen und ich habe sofort erkannt wo das ist. Genau vor 13 Jahren war ich da auch, habe ebenfalls das linke Bein in die Nordsee und das rechte in die Ostsee gereckt und mich an Sonne, Wind und dem Meeresrauschen erfreut. Allerdings habe ich da noch Papierfotos gemacht.

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