Kategorie: Ausflüge
musste dann heute doch sein, obwohl der Wetterfrosch für den Nachmittag Regen gemeldet hat.
Der Vormittag plätscherte so dahin mit bissl Wäsche, kochen und Nixtun. Die Sonne schien, da könnte man ja doch bissl raus. Dann zog es sich allerdings zu, aber nix mit Regen. Als dann die Sonne wieder durch die Wolken blinzelte, habe ich mir das Auto geschnappt, Fahrrad war mir bei diesem Himmel und der Prognose zu riskant. Außerdem hatte es Durst und so gings wieder ins benachbarte Ausland, diesmal in die Gegend um Horny Platna (Platten).
Die im 16. Jhd. gegründete Stadt wurde einst vom Bergbau (Zinne und Erz) geprägt und hatte ehemals rund 3500 Einwohner, meist Deutsche. Nachdem diese 1945 vertrieben wurden, war die Stadt fast menschenleer, die Häuser verfielen. Heute leben rund 900 Einwohner hier.
Der benachbarte Plattenberg gehört mit 1043 m zu den 12 Tausender des Erzgebirges. Seinen Namen erhielt er wahrscheinlich durch die platte Form. Das Massiv besteht hauptsächlich aus Granit.
Auf unserer kleinen Rundreise sah der Himmel vor uns zwar immer bedrohlich aus, wir haben auch nasse Straßen passiert, aber keinen Regen abbekommen. Zum Glück war der immer woanders als wir.
Nun habe ich noch ein paar Fotos rund um den Plattenberg. Und auf Elkes Wunsch können die Landschaftsbilder auch für die Großaufnahme angeklickt werden.
Die Wiesen sind zur Zeit übersät von Blumen und Kräutern, hauptsächlich Storchenschnabel, Hahnenfuß, Arnika, Knöterich (bei uns Kindern hießen sie einfach Zahnbürschtln) und Schafgarbe. Normalerweise gibt es hier auch jede Menge Schmetterlinge, aber denen war es wohl nicht sonnig genug.




Und unser Vugelbeerbaam (Eberesche) blüht reichlich.

Beim Bilder sortieren sind mir die Fotos vom Schwarzwasser unter die maus gekommen, so wie es im Juli 2009 nach dem Starkregen aussah. Nun könnt ihr sie nochmals direkt vergleichen mit denen der letzten Woche.
Juli 2009

Juni 2011

Juli 2009

Juni 2011

Und weil die Bastelei gerade mal wieder Spaß macht, habe ein Foto von diesem Spaziergang letzte Woche aus dem Rahmen fallen lassen.

In der Fotogalerie könnt ihr dieses und 3 weitere neue größer sehen.








Der Baumbestand beschränkt sich in diesem Gebiet, wie überhaupt hier in der Gegend, im Wesentlichen auf Fichten. In den torfigen Fichtenhainen findet man Heidelbeerbüsche in großen Mengen.


Die Pflanzendecke wird weiterhin bestimmt von zahlreichen Wiesenkräutern, Torfmoosen, Riedgras, Wollgras und Erika.


Momentan sind die Torfwiesen vor den Fichtenhainen übersät mitblühendem Wollgras.


An Wiesenkräutern kann man u.a. Arnika, Knabenkraut und Trollblumen finden. Um sie in voller Blüte zu sehen, mssen wir wohl später noch einmal hin.


Riesiges Glück hatten wir heute mit dem Wetter. Am Vormittag Sonnenschein und am Mittag plötzlich ein ordentlicher Guss. Ich hatte ständig die Augen gen Himmel gerichtet, um zu sehen, ob mich Petrus erhört hat. Bevor wir starten konnten, war es schon 15 Uhr, denn Bärbel musste noch arbeiten. Und bis dahin war auch das Wetter wieder schön.
Es sollte ins Hochmoor gehen und zwar in das auf tschechischer Seite. Da kenne ich die Wege besser. Also mussten wir erst mal mit dem Auto zum Fichtelberg und dort über die Grenze.
Gleich hinter dem Grenzort Bozi Dar (Gottesgab) stellen wir das Auto ab und dort beginnte auch schon das Moor. Im Hintergrund könnt ihr den Ort sowie den Fichtelberg sehen.

Hier führt der Weg ins Moor.

Nun schnell noch etwas trinken und die Kameras flott machen …

… und los gehts. Links und rechts gibt es allerhand zu schauen. Man merkt allerdings, dass die Natur hier noch nicht ganz so weit ist wie bei uns. Schließlich befinden wir uns auf ca. 1000 Meter Höhe.

Irgendwann war der befestigte Weg alle und wir hatten keine Lust zum Balancieren, …

… um dann womöglich in einem solchen Loch zu landen. Also retour.

Unser nächstes Ziel war die Talsperre Myslivny. Sie befindet sich 3 km westlich von Bozi Dar.

Dort gibt es eine artenreiche Flora und wir kriechen mit unseren Kamera durch die Wiesen. Fotos dazu zeige ich ein andermal.

Immer wieder hat man eine wunderbare Sicht auf ausgedehnte Wiesen, Supfgebiete und das Wetter passt auch. Postkartenmotive.


Das Schwarzwasser, dass im deutsch.tschechischen Grenzgebiert seine Quelle hat, ist hier noch ein kleines Bächlein.

Da uns zeitmäßig nix treibt, haben wir uns kurzerhand entschlossen, heimwärts nicht den Grenzübergang Oberwiesenthal, sondern Johanngeorgenstadt zu nehmen. das sind so ca. 20 km. Also wandern wir zurück zum Auto und fahren dahin, um dort noch Abendbrot zu essen. Unterwegs machen wir nochmal im Wald Rast und laufen ein Stückchen dem Schwarzwasser entlang. Normalerweise ist da schon ordentlich was los, heute wegen der Wasserknappheit eher Steine mit bissl Wasser drumrum. ich war hier schon nach starken Regenfällen oder nach der Schneeschmelze. Da sah das ganz anders aus.


Nun aber endgültig los, der Magen knurrt und das haben wir uns jetzt redlich verdient. Und was isst man im Böhmerland? Natürlich Knödel.

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