Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man auch haben.
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Freitag, 29. Februar 2008, 16:40 Uhr
Woche 9 - Die Farbe Rot

Festplatte durchwühlen, das muss doch etwas Rotes zu finden sein. Soll ich mich wirklich nochmal auf Tour begeben?
Aaaaaaah, da ist rot, viel rot. Aber nix, das Foto stammt ja nicht von dieser Woche. Aber rot isses *g*. Und schummel könnte frau ja auch, schließlich geht die Sonne ja jeden Tag unter.

Aber da ich ja ehrlich bis auf die Knochen bin, such ich mir etwas anderes. Die Tulpen, ja, die gehen. Draußen tulpt es zwar noch nicht, aber dafür kann man sich den Lenz ja ins Zimmer holen aus der Gartenabteilung im Baumarkt und macht ein Makro draus.

Zufrieden bin ich damit noch nicht, also weiter schauen, war ja viel unterwegs diese Woche. Ach ja, auf dem Markt:

Und weil ja der februar einen Tag mehr hat, bring ich halt auch ein Bildchen mehr, denn im Nähkästchen bin ich fündig geworden. Frau musste nur die grünen und blaunen und weißen Zwirne wegnehmen. Es hatte doch was Gutes, dass ich einen Knopf annähen musste. Daran hätte ich sonst gar nicht gedacht.

Und dann fällts mir wie Schuppen von den Augen: ich war doch in zwickau und da steht im Horch-Museum das:

Das war aber jetzt ein Kraftakt. Da könnte ich glatt noch mein Gesicht bringen, rot vor Eifer :-).
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Mittwoch, 27. Februar 2008, 17:21 Uhr
Huch
es ist ja schon wieder Zeit, an's März-Layout zu denken und nicht nur zu denken, tun!
Wo ist nur die Zeit hin?
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Mittwoch, 27. Februar 2008, 16:55 Uhr
Zwickau - Hauptmarkt
Um vom Domplatz zum Hauptmarkt zu gelangen, läuft man zunächst am Robert-Schumann-Haus vorbei. Robert Schumann wurde am 8. Juni 1810 hier geboren. Heute befindet sich in dem Haus am Hauptmarkt 5, das 1956 original wieder aufgebaut wurde, die Schumann-Gedenkstätte. Im Museum befindet sich eine Sammlung von mehreren tausend Handschriften, Möbel und Gegenstände aus Schumanns Besitz, Gemälde sowie der Flügel seiner Frau Clara Wieck.

An das Schumann-Haus schließen sich die für den Ort typischen Backsteinbauten an.

Auf der gegenüberliegenden Seite repräsentative Bauten mit Stuckwerk, die zum größten Teil Kaufhäuser beherbergen. Entstanden sind sie in der Gründerzeit als Zwickau durch den Steinkohlebergbau reich wurde.

Der Zwickauer Hauptmarkt ist seit 800 Jahren am Schnittpunkt zweier alter Handelswege.
Auf dem „Böhmischen Steig“ wurde Salz aus Halle nach Böhmen gefahren und auf dem „Polnischen Gleis“ kam man von Krakau nach Süddeutschland.
Seine heutige Form erhielt der Platz vor 700 Jahren.
Der Hauptmarkt empfängt uns gastfreundlich. Bei herrlichstem Frühlingswetter im Februar laden die ersten Gaststätten zum Verweilen im Freien ein.

Von hier aus hat man direkten Blick zur Südseite mit dem 54 Meter langen Rathaus und dem Gewandhaus.
Nach einem Stadtbrand von Zwickau wurde es 1403 neu erbaut. Sein heute neogotische Aussehen erhielt es erst im 18.Jahrhundert.

Das Gewandhaus wurde um ursprünglich 1520 als Handelshaus mit Sälen für Tuchmacher erbaut und trägt daher diesen Namen. Zugleich war es Handelsplatz für die Zwickauer Bürgerschaft. Seit 1823 ist es die Spielstätte des Theater Plauen-Zwickau. Eröffnet wurde es mit der Oper "Der Freischütz", von dessen Aufführung der damals 13jährige Robert Schumann begeistert war.

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Dienstag, 26. Februar 2008, 14:37 Uhr
Zwickau zum 3.
Um zum Dom zu gelangen, gehen wir zunächst durch die Kneipengasse. Kleinere Restaurants reihen sich aneinander ...

... und verbinden Altes und Neues.

Nur ein paar Schritte und wir befinden uns auf dem Domplatz.

Die Priesterhäuser am Domplatz gehören zu den ältesten erhaltenen Wohnbauten Sachsens.
Die noch erhaltene Vierergruppe der im Mittelalter erbauten Häuser, die als Amtswohnungen der Priesterschaft der Marienkirche dienten, bestand ursprünglich aus 12 Gebäuden.

Ab dem 15. Jhd. wohnten dort auch Bedienstete des Schulwesens, Organisten und Glöckner.
1880 gingen die Häuser in städtischen Besitz über, Ende des 19. Jhd. begann eine Neubebauung und nur diese 4 Häuser blieben erhalten. Sie wurden bis 1977 von der Stadt Zwickau als Wohnungen genutzt. Nachdem sie bis 1993 leer standen, wurden sie dann in die Liste der Denkmale Denkmale mit besonderer nationaler kultureller Bedeutung aufgenommen und man konnte mit der Restaurierung beginnen.
Gegenüber den Priesterhäusern steht der Dom St. Marien. Gebaut wurde er um 1180 als romanische Saalkirche, die von 1453 bis 1565 zur spätgotischen Hallenkirche umgebaut wurde.

Der 87 Meter hohe Kirchenturm ist jedoch ein barocker Glockenturm aus dem Jahr 1672, der den durch Blitzschlag beschädigten ursprünglichen Turmaufsatz ersetzte.

Seit der Reformation ist St. Marien evangelisch, 1520 predigte hier Thomas Müntzer.
1935 bekam St.Marien die Bezeichnung "Dom" verliehen.
Durch die Luftverschmutzung ist der Cainsdorfer Sandstein stark angegriffen.
Der Steinkohle-Bergbau in Zwickau im 19. und 20. Jahrhundert bewirkte eine Senkung der Marienkirche um fast 4 Meter in Richtung Hauptmarkt. Durch die Entwässerung der Gruben und Stollen senkten sich rund 300 Millionen Jahre alte Gesteinsschichten unter dem gesamten Stadtgebiet von Zwickau ab. Heute hebt sich das Gebiet durch die Flutung der ehemaligen Schächte wieder an. Zuganker zwischen den Pfeilern im Inneren der Kirche sichern das Bauwerk, dessen Lage mittels eines Laserlots überwacht wird.
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Sonntag, 24. Februar 2008, 20:23 Uhr
Zwickau - Klappe die 2.
Jetzt weiß ich auch, warum mir permanent gute Bilder der Zwickauer Innenstadt fehlen. Bisher war ich immer nur an Wochentagen da. Es war eine gute Idee, sich heute, zum Sonntag, dahin zu begeben. Um die Mittagszeit war das Zentrum noch recht wenig besucht, die Läden waren eh gechlossen, die meisten Spaziergänger kamen erst am Nachmittag. Am Stadtring fanden wir recht schnell einen freien Parkplatz und mussten so nicht in die Einkaufszonen zu einem Parkhaus fahren. An Autos waren eigentlich nur ein paar Jungdachse unterwegs zum Schaufahren. Alles in allem war es eine gute Zeit, um die Objekte seiner Begierde ohne Menschenmassen und Autogewusel auf die Speicherkarte zu bannen.
Heute gibt’s erst mal einen Ausflug zum Kornmarkt, der Rest kommt später, tröpfchenweise.
Im Zentrum von Zwickau findet man den Kornmarkt.

Dort findet man eines der bekanntesten und markantesten Gebäude der Stadt: das Schiffchen. Seinen Namen hat es von der schiffähnlichen Form mit dem Spitzgiebel.
Hierbei handelt es sich allerdings um einen originalgetreuen Wiederaufbau aus dem Jahre 1968.
An der Giebelseite findet man einen ein mit Seilen umwundener Anker, der auf die ehemaligen Erbauer aus Zunft der Seilmacher erinnert.
Beim Original handelte es sich um einen Bau aus dem 15. Jahrhundert, der durch Elemente der Spätgotik und der Frührenaissance geprägt war.


An der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Gebäude der Westsächsische Hochschule.
1897 wurde die Ingenieurschule Zwickau gegründet. 1992 wurde sie als Fachhochschule neu gegründet und um die Standorte Reichenbach, Schneeberg und Markneukirchen erweitert. Die Studienmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Zu den Profilschwerpunkten gehören Technik und Wirtschaft mit den Fachbereiche Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik, Wirtschaftswissenschaften, Physikalische Technik/ Informatik und Elektrotechnik.

1998 erhielt die Westsächsische Hochschule erstmals einen eigenständigen Bibliotheksbau, welcher sich an einer Ecke des Kornmarktes befindet. Auf einer Fläche von 2070 qm gibt es 170 Benutzerplätze. Sie gruppieren sich rund um den bis ins Untergeschoss reichenden, mit einer Rubinie bepflanzten Atriumhof. Der Baukörper selbst besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion, die von einer selbsttragenden Stahl-Glas-Außenfassade umschlossen ist.

Ein Panorama findet ihr hier.
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Sonntag, 24. Februar 2008, 16:30 Uhr
Das Wintermäntelchen
in den Schrank, das Frühlingsjäckchen raus, Mittagessen auf 11 Uhr vorverlegt und dann nix wie raus. 18 Grad und kein Wölkchen am Himmel.
Und hier haben wir UV gehascht bei einem Eiskaffee.

Und bevor ich euch noch mehr vom alten neuen Zwickau zeige, schwing ich mich nochmal auf's Radl. Soll ja nur heute so schön sein, leider.
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Sonntag, 24. Februar 2008, 09:32 Uhr
Aus 6 mach 2
Einmal mit der Sonne ...

zoom
... und einmal dagegen.

zoom
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Samstag, 23. Februar 2008, 18:37 Uhr
Nix wie raus
solange die Sonne lacht. Ich muss unbedingt mal wieder ein paar Fotos heimschleppen, mir dabei den Wind um die Nase wehen lassen und etwas UV haschen.
Ersteres war gar nicht so einfach, denn mit Knospen, Blüten und anderem Grünzeug ist es hier noch recht spärlich bestellt.
In's Tal des Oswaldbaches kommt schon am frühen Nachmittag die Sonne nicht mehr hin und für dieses Bild hätte ich gar keine Farben gebraucht.

Zum Glüch wachsen hier aber jede Menge Fichten, so dass doch noch bissl Farbe in Bild kommt und ein paar Sonnenstrahlen streifen gerade noch die Wipfel.

Also dann mal der Sonne entgegen, bergauf. Wenn ihr auf den Schatten achtet, werdet ihr sehen, dass ich nicht nur auf dem 728 Meter hohem Spiegelwaldberg war ...

... sondern noch 31,5 Meter höher, denn so weit ist es bis zur Aussichtsplattform.

Welch Glück, dass es ein ordentliches Geländer da oben.

Der Ausblick auf die Berge des Erzgebirges bei Sonnenschein hat mich dann doch etwas entschädigt. Zufrieden bin ich mit der Ausbeute denooch nicht.
Jetzt werd ich mal sehen, dass ich noch ein ordentliches Panoramabild zustande bekomme.
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Samstag, 23. Februar 2008, 11:54 Uhr
Zwickau
liegt im Südwesten des Freistaates Sachsen im Vorland des Erzgebirges und ist nach Leipzig, Dresden und Chemnitz die viertgrößte Stadt.
Ich muss zugeben, dass sie bisher auf mich kaum einen Reiz ausgeübt hat. Das mag daran liegen, dass sie vor der Wende noch geprägt war von den Auswirkungen von Industrie und Bergbau. Für mich war es ein Drecknest. Während des Zweiten Weltkrieges blieb Zwickau weitgehend von flächendeckenden Bombardements verschont, so dass die Innenstadt mit ihren historischen Bauten nahezu unzerstört blieb. Viele der alten Häuser sahen verfallen und schmutzig aus, da das Geld für eine umfassende Instandsetzung fehlte.
Wie komme ich heute ausgerechnet auf Zwickau?
Gestern wiederholte sich zum 48. Mal der Jahrestag des Grubenunglücks im Steinkohlebergbau von Zwickau. Es ist fast schon in Vergessenheit geraten und hätte ich nicht gestern Abend im Fernsehen einen überlebenden der Bergleute von 1960 gesehen, hätte ich vermutlich auch nicht daran gedacht. Aber ich erinnerte mich sofort daran, dass ich es damals als 7-jährige im Fernsehen sah. Es war still im Raum auf der Arbeitsstelle meines Vaters, als die Bilder über die Mattscheibe flimmerten und keiner wusste damals, dass die Nachricht über den Grubenbrand erst 11 Stunden nach dessen Ausbruch gesendet wurde, als man nicht mehr vertuschen konnte, dass am 22.02.1960, einem Montagmorgen um 08.20 Uhr, eine Explosion im Zwickauer Steinkohlebergwerk "Karl Marx" 174 Bergmänner in 1100 Meter Tiefe verschüttete. Bilanz: 123 Tote und 74 vermisste Kumpel. Nachdem der Brand nach 6 Tagen wieder aufloderte und man keine Hoffnung mehr auf Überlebende hatte, wurde der Schachtabschnitt zugemauert. Mehr Infos darüber hier.
Heute muss ich meine Meinung über Zwickau revidieren. Viel ist gebaut und restauriert worden und die Altstadt erstrahlt in neuem Glanz.

Viele historische Orte sind unbedingt einen Besuch wert.
Der wohl bekannteste Sohn der Stadt ist Robert Schumann.

Ein Besuch seines Geburtshauses ist ein Muss.

Das Theater der Stadt blickt auf eine über 180-jährige Geschichte zurück.

Ebenfalls im historischen Stadtkern findet man die Priesterhäuser am Domhof und den Dom.


Im Horch-Museum kann man auf die Geschichte des Automobilbaus der Stadt Zwickau zurückblicken.

1904 gründete August Horch in Zwickau sein erstes Automobilwerk unter eigenem Namen, fünf Jahre später die Audi-Werke. Seither werden in Zwickau als einzigem Standort in Deutschland ununterbrochen Autos gebaut. Von Oktober 1957 bis April 1991 wurde in Zwickau der Trabant gefertigt. Heute baut die Volkswagen Sachsen GmbH im Zwickauer Stadtteil Mosel die Modelle Golf und Passat.

Nun musste ich tüchtig in meinen Bilderordnern graben, um ein paar Fotos von Zwickau hier einzustellen. Viel Gescheites hab ich nicht und so steht fest, dass meine nächste Fototour nach Zwickau gehen wird. Vielleicht ja schon morgen.
Links:
Zwickau
Wikipedia
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Samstag, 23. Februar 2008, 09:30 Uhr
Na, geht doch
Bissl meckern, ein neues Desktopbild ohne Winter und schon kommt die Sonne raus. Die Taktik muss ich mir merken.
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